Der Begriff Energiesparhaus wird für jedes Gebäude verwendet, das im Vergleich zu durchschnittlichen Häusern weniger Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht. Energiesparhäuser folgen keinem festen Standard, sondern erfüllen lediglich die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Niedrigenergiehäuser können Neubauten oder sanierte Altbauten sein. Nach der ersten EnEV von 2002 galt jedes Haus mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 70 kWh/m²a als Niedrigenergiehaus. Heute ist der Begriff überholt – seit Herbst 2009 definiert das KfW-Effizienzhaus 70 den Mindeststandard.
Ursprünglich von der Kreditanstalt für Wiederaufbau für das Förderprogramm „Ökologisches Bauen“ geprägt, wurde der KfW-40-Standard im April 2009 durch „Effizienzhaus 55“ ersetzt. Ein KfW-Effizienzhaus 55 darf den Jahres-Primärenergiebedarf (Energiebedarf für Heizung und Warmwasser) von 40 kWh/m²a nicht überschreiten. Darüber hinaus dürfen Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust (Wärmeverlust über die Gebäudehülle) maximal 55 Prozent der in der EnEV 2007 festgelegten Höchstwerte erreichen.
Das KfW-Effizienzhaus 70 muss im Grunde dieselben Kriterien erfüllen wie das KfW-Effizienzhaus 55. Die Anforderungen sind jedoch nicht ganz so streng: Der Jahres-Primärenergiebedarf muss unter 60 kWh/m²a liegen. Transmissionswärmeverlust und Jahres-Primärenergiebedarf dürfen maximal 70 Prozent des in der EnEV 2007 definierten Höchstwertes betragen.
3-Liter-Häuser verbrauchen laut Definition pro Quadratmeter weniger Energie, als in drei Litern Heizöl enthalten ist. Das entspricht einem Primärenergiebedarf von 34 kWh/m²a. Für 3-Liter-Häuser hat sich auch der Begriff Ultra-Niedrigenergiehaus eingebürgert. Ihr Energieverbrauch liegt ungefähr zwei Drittel unter dem eines herkömmlichen Hauses.
In Passivhäusern ist das Ziel, die Wärme so effizient wie möglich im Innern des Hauses zu halten. Hierfür verfügt das Passivhaus über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Passivhaus-Standard schreibt einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m²a und einen Primärenergiebedarf unter 120 kWh/m²a (inkl. Haushaltsstrom) vor. Oft reicht ein kleiner Holzofen oder eine Wärmepumpe, um das gesamte Haus mit Wärme zu versorgen.
Nullenergiehäuser erzeugen die geringe Menge Energie, die sie für die Wärmeversorgung brauchen, vollständig selbst. Ermöglicht wird dies beispielsweise durch eine Wärmepumpe, die mit einer Solaranlage auf dem Dach gekoppelt ist.
Wie Nullenergiehäuser versorgen sich Plusenergiehäuser zu 100 Prozent selbst mit Energie und erzielen dabei sogar noch einen Überschuss, den sie ins öffentliche Stromnetz einspeisen können. Zur Energiegewinnung kommen Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder an den Hauswänden zum Einsatz.
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